Die SCB von Basel bis Olten

Bahnhöfe nach Normalplänen

Zwischen Basel und Olten wurden folgende Stationsbauten nach dem von Ludwig Maring entworfenen Normalplan "Stationsgebäude II. Classe" gebaut: Muttenz, Pratteln, Frenkendorf-Schönthal, Lausen, Sissach, Sommerau und Läufelfingen. (Bastelbogen hier)

 

Solche Bahnhöfe finden sich heute noch (in teilweise veränderter Form) in Sissach, Sommerau und Läufelfingen sowie zwischen Olten und Luzern in Brittnau-Wikon, Reiden, Dagmersellen, Nebikon und Nottwil.


Frenkenbrücke

Die Frenkenbrücke befindet sich in Liestal zwischen dem Burgeinschnitt und dem Altmarkt. Es handelte sich um eine zweispurige Eisenbrücke. Ab 1880 wurde zwischen die Gleise der SCB das schmalspurige Gleis der Waldenburgerbahn gelegt. 1922 wurde die Brücke wegen der immer schwereren Züge durch eine steinerne Brücke ersetzt, wobei einer der beiden ursprünglichen Brückenträger neben die neue Brücke verschoben und fortan von der Waldenburgerbahn auf eigenem Trassee befahren wurde. Heute ist dieser Brückenträger als Denkmal weiterhin vorhanden, die WB hat ebenfalls einen stabileren Untergrund erhalten.

Staatsarchiv Basel-Landschaft, PA 6412 Sign. 02.01.095
Staatsarchiv Basel-Landschaft, PA 6412 Sign. 02.01.095

Hauensteinlinie

Bei der Hauensteinlinie handelte es sich um die Stammlinie der Schweizerischen Centralbahn. Sie verband Basel von Sissach (BL) nach Trimbach (SO) mit dem Schweizer Mittelland und somit mit den anderen Schweizer Städten und Pässen. Die Linie wurde in den Jahren 1853 bis 1857 angelegt. Wichtigste Bauwerke sind der Viadukt in Rümlingen und der Hauensteintunnel, bei dessen Erstellung aufgrund eines Einbruchs 69 Arbeiter ihr Leben verloren. 

 

1916 wurde der Basistunnel von Tecknau nach Olten gebaut und - dies ist ein historischer Glücksfall! - die alte Linie ab Sissach weitgehend in ihrem Originalzustand belassen. So finden sich heute zahlreiche Bahnbauten aus der Gründerzeit im Homburgertal.